Schulprogramm


An der Gesamtschule-Nippes gibt es zahlreiche besondere Vorhaben, die sich vom täglichen Unterricht absetzen.

Bei manchen handelt es sich um einmalige Angebote und Projekte, bei anderen wiederum um fest installierte, längerfristige Einrichtungen für Kinder, aber auch für ihre Eltern.
In erster Linie sollen die Schülerinnen und Schüler die Arbeit in den Angeboten und Projekten durch Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit beeinflussen.


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1. Pädagogische Grundsätze

  • 1.1 Leitideen
    Unsere Schule als Lebensraum für Vielfalt

    Wir sind eine Schule,
    • in der Menschen frei von Angst verschieden sein können,
    • in der das soziale Miteinander und die Freude am Lernen im Mittelpunkt stehen,
    • in der wir lernen, mit den eigenen Stärken und Schwächen angemessen zu leben,
    • in der wir mit den Stärken und Schwächen der anderen respektvoll umgehen,
    • in der jede individuelle Leistung Wertschätzung erfährt.

    Unsere gemeinsamen Werte

    Wir legen Wert auf …
    • das Lernen und Erleben von Demokratie in der Schulgemeinschaft,
    • die Selbstverantwortung der Schüler für ihren eigenen Lernprozess,
    • die Entfaltung von Kreativität in künstlerisch-musischen Lernfeldern,
    • eine Erziehung zu Toleranz gegenüber der Individualität anderer,
    • die Teilhabe der gesamten Schulgemeinde an der Gestaltung des Schullebens,
    • Spaß am Lernen – Freude an der Leistung – Willen zu eigenen Zielsetzungen
    • die Kooperation der Schüler und Lehrer/innen –untereinander und miteinander in einer wachsenden Schulgemeinschaft

    Unsere gemeinsamen Ziele

    Wir streben an...
    • ... Achtsamkeit für Gesundheit und Wohlbefinden als Grundlage jeden Lernprozesses,
    • ... in dem individuelles Fördern und Herausfordern möglich wird,
    • ... sich die Entwicklungschancen der Kinder und Jugendlichen bestmöglich entfalten
    • ... und die Schüler/innen zu eigenständigen, selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachse
    • ... durch Vermittlung von Kompetenzen für eine erfolgreiche Bewältigung der Lebenswirklichkeit / Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
  • 1.2 Die vier tragenden Säulen der Schulentwicklung der Gesamtschule Nippes
    Das Lernen im 21. Jahrhundert verändert sich, wenn wir unsere Schüler für die Bewältigung der Anforderungen im späteren Leben fit machen wollen. Die Vorbereitung auf ein lebenslanges, eigenständiges Lernen geht einher mit der Erkenntnis, dass sich Wissen exponentiell erweitert und seine Halbwertzeit sich stetig verringert. „Wissen ansammeln“ reicht nicht mehr aus, „Wissen anwenden können“ in den sich verändernden Handlungsfeldern des Alltags fördert den Erwerb von Kompetenzen, die in dem aktuellen gesellschaftlichen Auftrag von Schule die Curricula der Fächer definieren.
    Die Gesamtschule ist durch ihre Vielschichtigkeit der Bildungsgänge unter einem Dach (Abschlüsse: FOR, FOR-Q, LE, HS9, HS10) in besonderer Weise gefordert, der seit Jahren immer wieder diagnostizierten Chancenungleichheit in unserem Bildungssystem entgegen zu steuern. Wir sind beauftragt, der frühen Selektion unseres Bildungswesens mit einem möglichst langen gemeinsamen Lernen zu begegnen. Dieser Auftrag fordert von uns, wirksame Formen eines binnendifferenzierten Unterrichts zu praktizieren und die Kinder und Jugendlichen dort zu fördern, wo sie mit dem Mittelmaß der Anforderungen nicht erfolgreich gefordert werden.
    Deshalb bauen wir die Entwicklung unserer neuen Schule auf vier Säulen auf, die die Ausrichtung unseres Schulprogramms und unserer täglichen Praxis vorgeben:

    1. Die Gewährleistung eines langen gemeinsamen Lernens im Klassenverband

    In unserer Schule schenken wir der Aufrechterhaltung der Klassengemeinschaft als stabile soziale Einheit der pädagogischen Organisation besondere gemeinsame Beachtung. Sie soll in ihrem eigenen Klassenraum als schulische Heimat der Schülerinnen und Schüler gepflegt werden. Wir stärken sie als Grundlage für erfolgreiches gemeinsames Lernen in heterogenen Lerngruppen.

    2. Die Entwicklung von Formen des Gemeinsamen Lernens

    Als Schule fühlen wir uns einer inklusiven Entwicklung unserer Schule verpflichtet, die die Vielfalt der Mischung in unserer Schulgemeinde respektiert und wertschätzt, indem wir zusammen mit dem Kollegium …
    • … Mädchen und Jungen gleichermaßen fördern
    • … Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte in ihrer Lerntätigkeit unterstützen und keine Formen von Rassismus dulden
    • … allen Formen des Sexismus (Diskriminierung aufgrund des Geschlechts) und der Homophobie (Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung) entschieden entgegentreten
    • … Lernarrangements schaffen für einzelne Schüler/innen mit besonderen Begabungen und außergewöhnlichen Fähigkeiten
    • … Schülern aus Familien in Armutsverhältnissen gleichwertige Ausbildungschancen gewähren und auf dem Lernweg der Klassen nicht zurücklassen

    • … Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen in integrativen Klassen gemeinsam unterrichten und Aussonderung vermeiden

    3. Die Institutionalisierung der Kooperation aller pädagogischen Fachkräfte

    Als Schule fühlen wir uns verantwortlich für den Aufbau von Strukturen, welche die Lehrpersonen verpflichtet, regelmäßig in institutionalisierten Jahrgangsteams zu kooperieren, um die pädagogisch-didaktische Arbeit in den Jahrgangsklassen zu koordinieren, Schüler/innen in ihrer Laufbahn zu beraten und die Konflikte in den Klassen durch gemeinsames Handeln zu bearbeiten.
    Alle Lehrerinnen und Lehrer sind einem Jahrgangsteam zugeordnet. Sie unterrichten die überwiegende Mehrheit ihrer Lehrerwochenstunden in den Klassen ihres Jahrgangs.

    4. Der Ausbau einer kulturellen Profilierung der Schule

    Unsere Schule investiert personelle und materielle Ressourcen in die Entwicklung eines kulturell ausgerichteten Schulprofils. Alle Schülerinnen und Schüler sollen im Laufe ihrer Schulzeit an unserer Schule vielseitige kulturelle Formen der Gestaltung und Darbietung entdecken und erproben können. Insbesondere wird eine Klasse pro Jahrgang mit einem zeitlich und inhaltlich intensiven musikpädagogischen Unterrichtsangebot gebildet. Die Gesamtschule Nippes kooperiert zur Erweiterung des Angebots (individueller Instrumentalunterricht / Ensembleunterricht) mit der Rheinischen Musikschule Köln.

2. Päd. Organisation

  • 2.1 Schullaufbahn - Bildungsgänge - Abschlüsse
    Die Gesamtschule ist eine in den 1970er Jahren gegründete Schulform, die alle Bildungs-gänge der übrigen getrennten Schulformen unter einem Dach in gemeinsamen Klassen anbietet. So können die Schülerinnen und Schüler ihre 10jährigen Pflichtschulzeit in der Gesamtschule mit den Hauptschulabschlüssen (HS9 und HS10), dem mittleren Schulabschluss (FOR-Fachoberschulreife) abschließen sowie die Qualifikation für den Besuch einer gymnasialen Oberstufen (FOR-Q) erwerben, die sie sodann in der Sekundarstufe 2 der gleichen Gesamtschule besuchen können. Seit der Einführung des „Gemeinsamen Unterricht“ in den integrativen Klassen schließen einige Schüler die Sekundarstufe 1 mit dem Abschluss der Förderschule „Lernen“ ab.

    In der Oberstufe (Jahrgang 11 bis 13) können die Schülerinnen und Schüler die Fachhochschulreife (FHR) nach Klasse 12 und die Allgemeine Hochschulereife (AHR) nach klasse 13 erwerben.
  • 2.2 Teamarbeit
    Warum Teamarbeit in der Schule?

    Natürlich greifen Lehrer mitunter gern auf Unterrichtsmaterialien von Kollegen zurück, schauen gelegentlich einem Kollegen beim Unterrichten zu, gehen gemeinsam auf Exkursionen, diskutieren in Fachgruppen oder treffen sich zum Kaffe im Lehrerzimmer. Doch mit systematischer Teamarbeit oder Teamentwicklung hat dies wenig zu tun.

    Aus der wissenschaftlichen Forschung wissen wir, „dass Teamarbeit eine conditio sine qua non der erfolgreichen Schulentwicklung darstellt.“
    Bewusste und systematische Schulentwicklung zielt darauf ab, Schule zu lernenden Organisationen zu machen, die sich selbst organisieren, über sich reflektieren und sich steuern.
    Um erfolgreich eine lernende Organisation zu werden und vor allem zu bleiben, ist eine Teambildung unabdingbar; denn die lernende Organisation lebt vom Gesamtlernen aller Teammitglieder.
    Schulen verfolgen als lernende Organisation allerdings keinen Selbstzweck, sondern eine wesentliche Aufgabe, nämlich die Verbesserung der Lernleistungen von Schülerinnen und Schülern.

    Deshalb müssen Lehrpersonen kooperieren, damit die unterschiedlichen Fähigkeiten gewinnbringend für eine nachhaltige Verbesserung der Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden können. Und dann profitiert auch die einzelne Lehrperson.
    • ganz konkret über unsere Unterrichtsmethoden reden
    • (kollegiales) Feedback zu unserem Unterricht einholen
    • gemeinsam planen, vorbereiten und evaluieren
    • gemeinsame Anstrengungen auf die Verbesserung der Lernleistungen der SuS richten

    Durch die für Schüler erkennbare Zusammenarbeit wird in allen Stunden eine ähnliche Botschaft vermittelt.
    • Die Zusammenarbeit hat Vorbildcharakter für Schüler,
    • verbessert die Kommunikation unter den Lehrpersonen,
    • Disziplinschwierigkeiten werden durch klare Absprachen leichter überwunden

    Die Gesamtschule Nippes hat sich im Schuljahr 2013/2014 bewusst für den Aufbau einer pädagogische Organisation entschieden, die auf einer Entwicklung zur Teamschule aufbaut.
    Acht Tutoren der vier Jahrgangsklassen bilden den Kern des Jahrgangsteams. Alle übrigen Lehrerinnen und Lehrer sind einem Jahrgangsteam fest zugeordnet, auch wenn sie keine eigene Klasse leiten. In regelmäßigen Teamsitzungen werden alle für den Jahrgang relevanten Themen aus dem schulischen Alltag besprochen. Dazu gehört
    • gegenseitige Bericht aus den Klassen,
    • Gespräche über einzelne Schüler und SchülerInnen,
    • Leistungsentwicklung im Jahrgang,
    • Vereinbarungen von gemeinsamen Ritualen für den Unterrichtsrahmen,
    • Absprachen zum Clasroom-Management,
    • gemeinsame Termine,
    • gemeinsame Klassenfahrten,
    • Pädagogische Themen (Anliegen),
    • Entwicklung von Ideen für Projekttage,

    Ein gewählter Teamsprecher vertritt das Team und nimmt an Koordinierungstreffen teil. Die Teamsprecher übernehmen die Vorbereitung der Teamsitzungen und kommunizieren die Ergebnisse oder Beschlüsse mit der Schulleitung und anderen Kolleg/innen.
  • 2.3 Klassenbildung
    Die Gesamtschule Nippes ist eine Schule mit einer vierzügigen Sekundarstufe 1, d.h. 4 parallelen Klassen in jedem Jahrgang. Die zukünftige Oberstufe wird xxx-zügig geplant. Bei der Klassenzusammensetzung berücksichtigen wir sowohl das ausgewogene Leistungsverhältnis der Schülerinnenund Schüler, die Grundschulzugehörigkeit, den Mädchen- und Jungenanteil und die bei der Anmeldung genannten Wünsche.

    Die Klassenleitung teilen sich in der Regel eine Lehrerin und ein Lehrer von der 5. bis zur 10. Klasse. Die Doppelbesetzung ist für die Jungen besonders wichtig. Denn bis zu diesem Zeitpunkt wurden sie in Kindertagesstätten und Grundschulen hauptsächlich von Frauen betreut und unterrichtet. Daher stellt die gemischtgeschlechtliche Doppeltutorenschaft ein wichtiges Element der Identifikationsbildung dar.

    Seit dem Schuljahr 2012/13 hat die Schule die Zahl der integrativen Klassen mit „Gemeinsamen Unterricht“ verdoppelt, d.h. in jeden Jahrgang werden Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im „Gemeinsamen Unterricht“ der zwei integrativen Klassen unterrichtet.
  • 2.4 Klassenraumprinzip
    in Bearbeitung
  • 2.5 Zeitraster / Stundenplan
    in Bearbeitung
  • 2.6 Sitzordnung / Classroom-Management
    in Bearbeitung

3. Lehren und Lernen

  • 3.1 Fächerangebot
    In der Jahrgangsstufe 5 wird der Unterricht in folgenden Fächern unterrichtet:

    Deutsch

    Englisch
    Mathematik
    Gesellschaftslehre
    (EK,GE,PO)

    Naturwissenschaften
    (BI,CH,PHY)
    Arbeitslehre
    (HW,TE)
    Religion/Prakt. Philosophie

    Kunst
    Musik
    Sport
    Selbständige Arbeit (SEAT)
    Herkunftsspr.Unt.:Türkisch


    Dadurch ergeben sich für die Schülerinnen und Schüler des 5. Schuljahres 36 Unterrichtsstunden (30 Stunden Fachunterricht und 6 Stunden Ganztagsangebote), wobei Unterricht an drei Nachmittagen der Woche (montags, mittwochs, donnerstags) stattfindet. Am Dienstag- und Freitagnachmittag endet der Unterricht nach der 6. Stunde (13.20 Uhr). Die Gesamtschule Nippes ist eine gebundene Ganztagsschule, d.h. der Besuch ist verpflichtend.

    Die SEAT-Stunden sind fächerunabhängige Übungsstunden (Kapitel 3.2.) Einen Nachmittag der Woche können die Schüler/innen des 5./6. Jahrgangs an selbst gewählten AG-Angeboten teilnehmen. Im 7. Jahrgang nehmen die Klassen quartalsweise routierend an einem zweistündigen Werkstattunterricht teil.
    Im 6. Jahrgang wird das Fächerangebot erweitert durch ein Wahlpflichtfach ( siehe Kapitel 3.6.: WB 6 ). Im 8. Jahrgang wird die Werkstatt ersetzt durch ein weiteres Fach oder einen Kurs (siehe Kapitel 3.8.: Ergänzungsstunden)

  • 3.2 Selbstständiges Lernen
    Wir legen Wert auf selbstständiges Lernen….

    SEAT-Stunden und Hausaufgaben

    Inhalt:
    Den Schülern stehen die SEAT-Stunden für die selbstständige Erledigung von Aufgaben, die den Unterricht vor- und nachbereiten zur Verfügung. An kurzen Tagen werden die Aufgaben als Hausaufgabe bearbeitet.

    Organisation:
    Es gibt vier SEAT-Stunden in der Woche, eine Stunde davon wird für den Klassenrat mit beiden Klassenlehrern genutzt. Stillarbeit an Einzeltischen, festgelegter Ablauf

    Selbstständiges Lernen im Fachunterricht

    Im Rahmen des selbstständigen Lernens legen wir Wert auf zwei Aspekte:
    • Schüler lernen, ihr schulisches Lernen selbst zu organisieren
    • Schüler lernen möglichst individualisiert
  • 3.3 Kompetenzorientierte Lehrpläne im Unterricht
    Zentrales Arbeitsthema der Schulentwicklungstagung im Herbst 2014
  • 3.4 Leistungsbewertung / Feedback / Lernberatung
    in Bearbeitung
  • 3.5 Sprachenfolge
    Sprachenangebot der Gesamtschule Nippes

    Die Sprachenfolge in der Sekundarstufe 1 der Gesamtschule Nippes bietet folgende Sprachen an:

    Englisch als 1. Fremdsprache ab Jg. 5
    Französisch als 2. Fremdsprache ab Jg. 6 (Wahlfach)
    Latein als weitere Fremdsprache ab Jg. 8 (Ergänzungstunden) bis Ende Jg. 12
    Spanisch als weitere Fremdsprache ab Jg. 8 (Ergänzungstunden)

    Das Sprachenangebot in der Sekundarstufe 2 der Gesamtschule Nippes bietet folgende Sprachen an:

    Englisch als fortgeführte Sprache aus der Sek 1
    Latein als fortgeführte Sprache aus der Sek 1 bis Ende des 12. Jg.‘s
    Spanisch als fortgeführte und neu einsetzende Sprache ab Jg. 11
  • 3.6 WB 6 - Fächerangebot
    Als Teil der Neigungsdifferenzierung können Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule ab Klasse 6 ein 4. Hauptfach wählen, das ihren Fähigkeiten und Interessen besonders entgegenkommt. Mit diesem WAHLPFLICHTFACH legen sie einen wichtigen Schwerpunkt in ihrer schulischen Laufbahn bis zur Klasse 10 fest. Das Wahlpflichtfach stellt jedoch keine Vorentscheidung für den angestrebten Schulabschluss dar. Es stehen also noch alle Möglichkeiten weiterhin offen. Dies gilt vor allem für die Wahl einer 2. Fremdsprache. Die Bedingungen für die allgemeine Hochschulreife (Abitur) können auch mit einem Beginn der 2. Fremdsprache in Klasse 8 oder in Klasse 11 erfüllt werden. Die Wahlentscheidung sollte sich also an den Neigungen und Fähigkeiten Ihres Kindes orientieren.

    Im Wahlpflichtbereich wählen die Schülerinnen und Schüler aus folgenden Fächern aus:

    • Naturwissenschaft (Biologie, Physik, Chemie)
    • 2. Fremdsprache: Französisch
    • Arbeitslehre (Hauswirtschaft, Technik)
    • Darstellen und Gestalten

    Die Schule hilft Ihnen und Ihrem Kind durch schriftliche und mündliche Informationen, diese Wahl gut vorzubereiten; denn die einmal getroffene Entscheidung ist in der Regel bis zum Ende der Klasse 10 verbindlich.
  • 3.7 Integrierte Fächer: AL - NW - GL
    In der Gesamtschule werden verschiedene Fächer in einigen Jahrgängen themenübergreifend unterrichtet. Dadurch erhöht sich die Stundenzahl pro Unterrichtswoche, die für die zusammenhängende Bearbeitung eines Themas zur Verfügung steht. So können Themen fächerübergreifend behandelt werden und die Schüler vertraut gemacht werden mit einer integrierten Betrachtung ökonomisch-ökologischer Aspekte, naturwissenschaftlicher Phänomene, sowie historisch-politischer Entwicklungen in regionalen und globalen Kontexten.

    Das Fach Arbeitslehre umfasst Technik / technisches Werken, Hauswirtschaft und Wirtschaftslehre. Hauswirtschaft und Technik wird in den Jahrgängen 5 und 8 epochal im Klassenverband erteilt. Das Fach Wirtschaft wird in Jahrgängen 7,9 und 10 unterrichtet und beinhaltet ebenfalls die Praktikums- und Berufsvorbereitung.

    Naturwissenschaft berücksichtigt die Fächer Biologie, Physik und Chemie. Es wird im Klassenverband bis einschließlich Jahrgang 6 integriert unterrichtet und als Wahlpflichtfach bis einschließlich Jahrgang 10 angeboten.

    Gesellschaftslehre integriert bis einschließlich Jahrgang 10 die Fächer Geschichte, Politik und Erdkunde.
  • 3.8 Ergänzugsstunden
    ERGÄNZUNGSSTUNDEN – INDIVIDUELLE FÖRDERUNG

    In NRW ist die individuelle Förderung im Schulgesetz verankert. In Gesamtschulen findet Unterricht auf unterschiedlichen Niveaustufen statt. Über den „regulären“ Unterricht hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler differenzierte Förderangebote erhalten. Deshalb kommt für die Jahrgangsstufen 8,9 und 10 zu den bisherigen Pflicht- und Wahlfächern ein weiterer Arbeitsbereich hinzu, die Ergänzungsstunden. Über die Verwendung dieser Stunden können die Schulen auf der Grundlage folgender Rahmenvorgaben selbst entscheiden.

    Parallel zu den Ergänzungsstunden beginnt im 8. Jahrgang die 2. bzw. 3. Fremdsprache. Diese wird durchgehend in den Jahrgängen 8 -10 dreistündig unterrichtet und sollte von Schülerinnen und Schülern gewählt werden, die eher dem leistungsstarken Bereich zuzuordnen sind.

    Das Konzept der Gesamtschule Nippes unterscheidet für die Ergänzungsstunden drei unterschiedliche Kursarten:

    • Forderkurse, (z.B. MINT, Informatik, Spanisch, Latein) die von den Schülern in Absprache mit ihren Eltern gewählt
    • Förderkurse (in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik), denen die Schüler/innen durch die Zeugniskonferenz zugewiesen werden, wenn sie eine Minderleistung in einem der Fächer aufweisen.
    • Zertifikatskurse (z.B. Streitschlichtung, Schulsanitäter, Sporthelfer, Kultur, Grafik), für die die Schüler/innen sich schriftlich bewerben müssen

    Langfristig ist daran gedacht, auch Angebote außerhalb der Schule in das Spektrum mit aufzunehmen. Dabei könnten z.B. die Mitarbeit in einem Altenheim, Kennenlernen der Arbeitswelt (Halbtagspraktikum), musikalisch-künstlerische Weiterbildung in die Wahl eingebracht werden.
    Angebote im Rahmen der Ergänzungsstunden werden nicht benotet, sondern zertifiziert.
    Nur die Leistungen im Fremdsprachenkurs werden, wie in allen anderen Fächer, benotet.
  • 3.9 Fachleistungsdifferenzierung
    Die Schulkonferenz hat nach umfänglichen Diskussionen über verschiedene Konzeptentwürfe folgendes Differenzierungsmodell am 12. Juni 2014 verabschiedet:

    3.9.1. im Fach Englisch

    Im 7. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Zeugniskonferenz nach den Vorschlägen der Fachlehrer/innen einer differenzierten Anforderungsebene (Grundebene und Erweiterungsebene) zugewiesen, aber noch im Klassenverband unterrichtet. Zur Verfügung stehende Personalressourcen werden für eine Zwei-Lehrer-Besetzung zur Entwicklung binnendifferenzierten Fachunterrichts eingeplant.
    Die äußere Fachleitungsdifferenzierung in getrennten Grund- und Erweiterungskursen beginnt ab dem 8. Jahrgang.


    3.9.2. im Fach Mathematik

    Im 7. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Zeugniskonferenz nach den Vorschlägen der Fachlehrer/innen einer differenzierten Anforderungsebene (Grundebene und Erweiterungsebene) zugewiesen.
    Der Unterricht im Fach Mathematik wird ab dem 7. Jahrgang jedoch binnendifferenziert mit beiden Anforderungsebenen (G-Ebene und E-Ebene) in klassenübergreifenden Kursgruppen erteilt.
    Ab dem 9. Jahrgang erfolgt die äußere Differenzierung in leistungsbezogenen Kursen (G-Kurse und E-Kurse)


    3.9.3. im Fach Deutsch

    Im Fach Deutsch werden alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam im Klassenverband bis einschließlich Jahrgang 8 unterrichtet .
    Mit dem Wechsel in den 9. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Zeugniskonferenz nach den Vorschlägen der Fachlehrer/innen einer differenzierten Anforderungsebene (Grundebene und Erweiterungsebene) zugewiesen
    Der Unterricht findet ab dem Jahrgang 9 in äußerer Differenzierung statt, d.h. in getrennten Grund- und Erweiterungskursen.


    3.9.4. im Fach Chemie

    Im Fachbereich der Naturwissenschaftlichen Fächer wird das Unterrichtsfach Chemie ab dem 9. Jahrgang differenziert auf Grund- und Erweiterungsebene unterrichtet. Eine Aufteilung in zwei separate Kursgruppen wird realisiert, sobald ausreichend Fachlehrer in der Aufbauphase der Schule zur Verfügung stehen.


    3.9.5. Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“


    In den integrativen Klassen des „Gemeinsamen Unterrichts“ wird für die nach dem
    Bildungsgang des Förderschwerpunktes „Lernen“ zieldifferent zu unterrichtenden
    Schüler/innen ein Unterrichtsangebot auf der Anforderungsebene „Förderebene“ (F-Ebene) eingerichtet. Dieses findet in der Regel innerhalb des binnendifferenzierten Klassen- bzw. Kursunterrichts statt oder, bei äußerer Differenzierung, im Grundkurs.
    Der Fachunterricht in diesen Klassen und Kursen wird möglichst im Zwei-Lehrer-Unterricht (Doppelbesetzung) erteilt.
  • 3.10 Gemeinsamer Unterricht
    Die Schule ist offen für die Aufnahme von Kindern mit verschiedenen Förderschwerpunkten aus dem städtischen Einzugsbereich der Schule:

    • Förderschwerpunkt „Lernen“
    • Förderschwerpunkt „Soziale und emotionale Entwicklung“
    • Förderschwerpunkt „Körperliche und motorische Entwicklung“ (bis zur Fertigstellung des Neubaus ist das derzeitige Schulgebäude nicht barrierefrei)
    • Förderschwerpunkt „Sprache“
    • Förderschwerpunkt „Hören und Kommunikation“
    • Förderschwerpunkt „Sehen“
    • Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“
    • Schüler mit „Autismus-Spektrum-Störung“)


    Die Schule richtet in jedem Jahrgang zwei integrative Lerngruppen/Klassen ein, die in der Regel jeweils bis zu max. 5 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufnehmen. Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler in einer integrativen Klasse beträgt in der Regel 26.

    Zielsetzungen des Gemeinsamen Lernens

    Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf verbleiben in der Regel die sechs Schuljahre der Sekundarstufe I in ihrer jeweiligen Jahrgangsklasse mit folgenden Zielsetzungen:

    • um ihr Recht wahrnehmen, am Lernen der Mitschüler ihrer Klasse teilzuhaben, indem sie entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen und Erfordernissen individuell und sonderpädagogisch gefördert werden;
    • um eine realistische Einschätzung eigener Fähigkeiten zu erreichen, ihre Einschränkungen wahrzunehmen, aber auch ihre Chancen zu ergreifen und ihre Interessen zu entwickeln,
    • um einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Schulabschluss zu erreichen und Zukunftsperspektiven in beruflicher und lebenspraktischer Hinsicht zu entwickeln
    • um am Unterricht und am sozialen Geschehen in ihrer jeweiligen Klasse und in der gesamten Schule zu einem möglichst großen Anteil teilzunehmen und es aktiv mit zu gestalten
    • um ihre Beeinträchtigungen beim Lernen anzunehmen oder zu überwinden durch Stärkung ihres Selbstwertgefühls – auch im Umgang mit der Behinderung – und ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten


    Unterrichtsorganisation in Klassen mit gemeinsamem Unterricht

    • Lernen in der Gesamtklasse ohne besondere Hilfen
    • Lernen in der Gesamtklasse mit Unterstützung (z.B. Schreibhilfen, Lesehilfen, differenzierte Ziele, Aufgabenstellungen, Anforderungen)
    • Zeitweiliges Lernen in einer Fördergruppe zum gleichen Thema wie in der Gesamtklasse (z.B. Rücksicht nehmen auf das langsamere Lerntempo oder das Bedürfnis nach handlungsorientiertem Lernen, die Geräuschempfindlichkeit ...) – dabei erfolgt ein Austausch zwischen den Gruppen (voneinander lernen)
    • Lernen in gemischten Projektgruppen zu einem bestimmten Thema
    • Differenzierung in Kleingruppen in den Hauptfächern, wenn SuS auf einem niedrigeren Anforderungsniveau lernen und/oder viel persönliche Unterstützung, Übung oder Erklärung benötigen
    • zeitweise Beratungsstunden, um anschließend selbständig mit differenziertem Unterrichtsmaterial in der Gesamtklasse zu lernen
    • in Einzelfällen Einzelunterricht oder Einzelberatung, um die Lösung spezieller Probleme zu unterstützen


    Unterrichtsplanung

    Die Planung von (integrativem) „Gemeinsamen Unterricht“ beinhaltet inhaltliche und methodische Entscheidungen auf der Grundlage der verschiedenen Richtlinien und Lehrpläne. Ziel ist das gemeinsame Lernen und Miteinander der Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in der integrativen Lerngruppe.
    Der Unterricht, die Erziehung sowie die individuelle und die sonderpädagogische Förderung der Schülerinnen und Schüler orientieren sich sowohl an den Vorgaben der Gesamtschule als auch der jeweiligen Förderschule sowie an den besonderen Bedingungen des Gemeinsamen Unterrichts.
    Die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden auf der Grundlage der Unterrichtsvorgaben des Ministeriums für ihren entsprechenden Bildungsgang (allgemeine Schule, Lernen oder Geistige Entwicklung) sowie den besonderen Bedürfnissen für ihren Förderschwerpunkt (siehe unter Aufnahme) unterrichtet (§ 37 Abs. 2 AO-SF).
    Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden individuelle Förderpläne erstellt und fortgeschrieben (§ 19 Abs. 6 AO-SF), Sie legen für einen zu vereinbarenden Zeitraum die individuellen Förderbereiche fest, formulieren realistische Ziele und beschreiben die (sonder-)pädagogischen Maßnahmen, die dem Anspruch der Schüler auf Lernen und Teilhabe gerecht werden.
    Grundlage dieser Förderplanung bildet eine Diagnose des Ist-Stands in den verschiedenen Fächern und Förderbereichen. Schülerinnen und Schüler, die nach dem Bildungsgang Lernen gefördert werden, können so in eine Lernstufe eingestuft werden, die ein individuelles Lernen auf ihrem Niveau ermöglicht.

    Inklusion ist kein Ergebnis, sondern ein Prozess.

    Seit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2006 und ihrer Ratifizierung durch den Deutschen Bundestag 2009 orientiert sich die Bildungspolitik des Landes NRW Schritt für Schritt an der Leitidee der „Inklusion“.
    Diese Schulentwicklung ….

    • … basiert auf einer inklusiven Wertehaltung
    • … zielt auf einen gesamtgesellschaftlichen Prozess
    • … spürt Barrieren auf und nutzt Ressourcen
    • … blickt auf die gesamte Einrichtung, nicht auf einzelne Kinder
    • … realisiert sich in Partizipation aller Beteiligten einer Schulgemeinde
    • … zielt in Richtung Bildung im Sinne der Menschenrechte

    (Vgl. “Index für Inklusion” Mel Ainscow/ Tony Booth 2000)

    Inklusion ist eine Leitidee, ein Nordstern, an dem wir die Navigation unseres Schulentwicklungs-prozesses orientieren und dem wir uns immer weiter annähern, selbst wenn wir ihn nie vollständig erreichen können.

  • 3.11 Förderung von Schüler/innen mit Lernschwierigkeiten oder besonderen Begabungen
    Die Gesamtschule Nippes setzt sich zum Ziel, die Potentiale der Schülerinnen und Schüler zu wecken, zu stärken und auszubauen. Aus diesem Grund richten sich die Angebote der individuellen Förderung und Forderung prinzipiell an alle unsere Schülerinnen und Schüler.
    „Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht das Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung.“ Um dieser Forderung des Schulgesetzes für NRW nachzukommen, gibt es an der Gesamtschule Nippes für das Fach Deutsch zwei Förderbausteine:

    LRS Diagnose:

    Da die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Fähigkeiten, Kenntnissen und Fertigkeiten mitbringen, wird vom Fachlehrer ein hohes Maß an Diagnose- und Förderkompetenz abverlangt. Um Validität, Reliabilität und Objektivität zu gewährleisten, wird im Bereich der LRS Förderung der „Duisburger Sprachstandstest“ und die „Hamburger Schreibprobe“ (HSP) in den fünften Klassen durchgeführt. Der Duisburger Sprachstandstest umfasst die Bereiche Hörverstehen, Leseverstehen, Grammatik, Satzbau und Rechtschreibung. Im Anschluss an die Auswertung entscheiden die Deutschlehrer/innen, bei welchem Kind die HSP durchgeführt werden soll. Die Schülerinnen und Schüler, die bei dem Duisburger Sprachstandstest unterdurchschnittliche Werte haben, werden für die HSP vorgesehen. Bei der HSP werden die grundlegenden Rechtschreibstrategien der Schülerinnen und Schüler überprüft. Laut LRS-Erlass ist eine Gruppengröße von 6-10 Schülerinnen und Schülern vorgesehen. Am Ender der fünften Klasse können der Duisburger Sprachstandstest und die HSP zur Überprüfung des individuellen Leistungsfortschritts herangezogen werden.


    LRS Förderung:

    Um den Schülerinnen und Schülern mit LRS die Chance zu geben, ihre Stärken auszubauen und Schwächen zu minimieren, bietet die Gesamtschule Nippes eine spezielle Förderung an. Zu diesem Zweck findet parallel zu einer SEAT-Stunde die LRS Förderung statt.

    Die Inhalte der Förderung orientieren sich am LRS Erlass:

    • Leseübungen: Förderung der Lesefähigkeit und der Lesemotivation
    • Schreibübungen: Förderung des formklaren, bewegungsrichtigen und fließenden Schreibens
    • Rechtschreibübungen: Verbesserung der Rechtschreibsicherheit

    Die Förderung hat größere Aussichten auf Erfolg, wenn das gesamte Bedingungsfeld der LRS berücksichtigt wird. Das Bedingungsgefüge der LRS umfasst folgende Aspekte:

    • Schulische Bedingungen: Didaktik und Methodik des Lese- und Schreiblehrgangs sowie des

    Rechtschreibunterrichts, Lehrerverhalten:

    • Soziale Bedingungen: häusliches Umfeld, Verhalten der Mitschüler/innen
    • Emotionale Bedingungen: Selbstsicherheit, Lernfreude, Belastbarkeit,
    • Umgang mit Misserfolg
    • Kognitive Bedingungen: Stand der Lese- und Schreibentwicklung,
    • Denkstrategie, Wahrnehmung und Sprache
    • Physiologische Bedingungen: Motorik, Seh- und Hörfähigkeit

    Da Schülerinnen und Schüler mit LRS oftmals an geringem Selbstwertgefühl leiden und teilweise schon einen langen „Leidensweg“ hinter sich haben, ist die positive Bestätigung im Rahmen der Förderung unerlässlich.
    Nicht selten entsteht durch die LRS eine Schreibblockade oder die Schülerinnen und Schüler eignen sich Vermeidungsstrategien an. Daher ist es wichtig, dass auch im Fachunterricht auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen wird. Das bedeutet zum einen, dass in Klassenarbeiten darauf Rücksicht genommen wird. Die Lehrperson kann z.B. „[…] eine andere Aufgabe stellen, mehr Zeit einräumen oder von der Benotung […]“ der Rechtschreibleistung absehen. Zum anderen sollte an eventuelle Hilfestellungen gedacht werden.

    Individuelle Förderpläne:

    Neben der LRS Förderung findet außerdem die individuelle Förderung durch Förderpläne statt. Zu diesem Zweck haben die Fachlehrer/innen die Aufgabe, bei der Korrektur der Klassenarbeiten individuelle Fehlerschwerpunkte der Schülerinnen und Schüler zu erkennen. Besteht besonderer Förderbedarf, wird dieser Förderplan ausgefüllt.
    Es ist wichtig, den Schülerinnen und Schülern den Sinn des Förderplans zu erläutern, damit dieser nicht wie eine Bestrafung verstanden, sondern als Chance wahrgenommen wird. Es sei noch erwähnt, dass die Förderung eines Bereiches am sinnvollsten erscheint, wenn dieser bereits im Unterricht thematisiert wurde.
    Die Förderpläne werden von den Schülerinnen und Schülern zunächst den Eltern oder
    Erziehungsberechtigten vorgelegt. Durch deren Unterschrift wird zur Kenntnis genommen, dass die Förderung von Seiten der Gesamtschule Nippes wahrgenommen wurde.

    Individuelle Förderung von (hoch)-begabten Schüler/innen an der Gesamtschule Nippes:

    „Nicht die Intelligenz allein macht Begabung aus, sondern der Komplex persönlicher Eigenschaften, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die einen Menschen befähigen, besondere Aufgaben zu übernehmen.“ Deshalb setzt sich die Gesamtschule Nippes zum Ziel, die Potentiale unserer Schülerinnen und Schüler zu wecken, zu stärken und auszubauen. Aus diesem Grund richten sich die Angebote der Begabungsförderung prinzipiell an alle unsere Schülerinnen und Schüler, um jedes Kind möglichst nach seinen individuellen Fähigkeiten und Begabungen zu fördern. Als Basis einer solchen individuellen Förderung bieten wir eine begleitende Beratung von Schüler/innen und Eltern durch eine Ansprechpartnerin für Hochbegabtenförderung. Als mögliche Maßnahmen zur Förderung besonders begabter Schüler/innen bietet die Gesamtschule Nippes bis dato Maßnahmen zur Anreicherung des Stoffes (Enrichment). Solche zur Beschleunigung des Lernens (Akzeleration) oder eine Kombination aus beidem ist in Planung.

    aktuelle Angebote der Förderung/Forderung

    Teilnahme an Wettbewerben:
    • Känguru-Mathewettbewerb
    • Vorlesewettbewerb

    Arbeitsgemeinschaften im 5./6. Jahrgang

    Werkstattunterricht im 7. Jahrgang

    Englisch plus (Ergänzungsstunden)

    Fachprofilklasse Musik / Performing Arts

    LRS- und Mathematik - Förderkurse

    Ausbildung (in Jahrgängen 8-10) zum
    • Streitschlichter
    • Sporthelfer
    • Schulsanitäter/in

    Challenges (Zirkus, Fußball, Band, Chor)

    Kulturabend

    Schülervertretung
    geplante Angebote der Förderung/Forderung

    Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

    Kreatives Schreiben

    Schüler helfen Schülern

    Forder AG´s (Sprachzertifikate, Experimentieren)

    DELF-Zertifikat

    Selbstlernzentrum im Aufbau

    „Drehtürenmodell“
    • mit höherem Jahrgang oder
    • eigenständigem Projekt

    Talenttag (Projekttag)

    Schülerzeitung

    außerschulischen Förderung (Sommerakademien)
  • 3.12 "Demokratie Lernen" im Klassenrat
    An der Gesamtschule Nippes wird eine Stunde pro Woche für den Klassenrat im Stundenplan verankert.
    Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit im Klassenrat stellt das Ziel, Formen demokratischer Mitbestimmung zu lernen und praktisch zu erfahren sowie die Entwicklung von Konfliktstrategien zu unterstützen, um ein harmonisches Miteinander zu fördern. Das wirkt sich positiv auf das Klassenklima aus und stärkt das Selbstbewusstsein der Schüler/innen.
    Der Ablauf des Klassenrats ist in sechs Phasen gegliedert und wird von den Schüler/innen schrittweise eigenverantwortlich durchgeführt.

    Interne Hinweise:

    • Wir orientieren uns dem pädagogischen Leitwerk „Der Klassenrat“ von Eva und Hans-Joachim Blum.
    • Die Anliegen der SchülerInnen werden im Laufe der Woche gesammelt. Hier werden unterschiedliche Medien genutzt, wie z.B. ein Klassenratsbuch, Wandzeitung, Kummerkasten o.ä.

    Der Ablauf des Klassenrats ist in sechs Phasen gegliedert und die Schüler übernehmen verschiedene Rollen (Zeitwächter, Phasenwächter, Regelwächter, Vorleser, Gesprächsleiter, Protokollant):

    1. Eröffnung der Sitzung und Positive Runde
    2. Was ist aus den Ergebnissen vom letzten Mal geworden?
    3. Welches Anliegen oder Probleme gibt es heute?
    4. Wir besprechen das Problem oder Anliegen
    5. Wir suchen eine Lösung und einigen uns
    6. Wir schreiben das Ergebnis in einem Protokoll auf

    Vor Beginn eines jeden Schuljahres werden neue KollegInnen über den Ablauf und die Struktur des Klassenrats informiert und fortgebildet. In der ersten Schulwoche werden die SchülerInnen mit dem Klassenrat vertraut gemacht.

4. Ganztag

  • 4.1 AG´s
    Als Ganztagsschule bietet die Gesamtschule Nippes ihren Schülerinnen und Schülern mittwochnachmittags verschiedene Arbeitsgemeinschaften an. Die Arbeitsgemeinschaften stellen motivierende Angebote dar, sich unabhängig vom schulischen Fächern gemäß den individuellen Interessen auszuprobieren.

    Es stehen musisch-kreative, sportliche und experimentelle Arbeitsgemeinschaften zur Auswahl. Die Schülerinnen und Schüler wählen jedes Halbjahr neu. Die AG’s werden jahrgangsübergreifend zusammengestellt aus Kindern des 5. und 6. Jahrgangs.
  • 4.2 Werkstatt-Angebote
    Die Gesamtschule Nippes bietet im Rahmen ihres Ganztagsangebotes für alle Klassen des 7. Jahrgangs an einem Nachmittag der Woche Unterricht in vier thematisch verschiedenen Werkstätten an.

    Folgende thematische Schwerpunkte werden angeboten:

    a. ???
    b. Informatik und PC-Führerschein
    c. ???
    d. ???

    Die Schüler nehmen klassenweise an dem Werkstattunterricht teil.
    Alle Klassen wechseln im Laufe des Schuljahres die Werkstätten quartalsweise.
    Die Ergebnisse der Werkstattarbeit werden zum Ende des Schuljahres in der Schule präsentiert.
  • 4.3 Offener Anfang
    Die Schule beginnt täglich für die Schülerinnen und Schüler um 8:00 Uhr mit dem offenen Anfang. Dieser dauert 15 Minuten. In der Regel wird der offene Anfang von einem der beiden Klassenlehrer/innen moderiert. So ist ein gemeinsamer, entspannter Start der Klasse in den Schultag gewährleistet.

    Im offenen Anfang werden unter anderem folgende Angelegenheiten besprochen:

    • organisatorische Klassenangelegenheiten
    • Klärung von Konflikten auf dem Schulweg oder in der Klasse
    • individuelle Probleme und Fragen der Schülerinnen und Schüler
    • Zeit zum Austausch von Erlebnissen
    • Besonderheiten des Tages- und Wochenablaufs
    • Vorbereitung auf die Unterrichtszeit
    • Möglichkeit zum Frühstücken

    Der offene Anfang hat eine große Bedeutung für das soziale Miteinander der Schülerinnen und Schüler gewonnen; denn er wurde schnell zu einem von allen geschätzten Austauschforum, das die Unterrichtszeit von Störungen und Klärungsbedarf entlastet.
  • 4.4 Bibliothek
    Die Bibliothek der Gesamtschule Nippes gehört zum pädagogischen Ganztags- und Freizeitkonzept der Schule und ist damit fester Bestandteil des Schulgeschehens. Die Wochenöffnungszeit beträgt 13 Stunden.

    Die Bücher sind in folgende Kategorien aufgeteilt:

    • Spannung/Abenteuer,
    • Familie/Freundschaft/Liebe,
    • Comics und Wissen.

    In der Mittagspause haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich aus dem Angebot von ca. 1000 Büchern, Zeitschriften und Hörspielen zu bedienen. Damit wird die Möglichkeit gegeben, sich in eine ruhige Atmosphäre zurückzuziehen und sich vor dem Nachmittagsunterricht erholsam zu entspannen. Auch können sich Schüler und Schülerinnen auf kommende Lesenächte und Vorlesewettbewerbe vorbereiten.

    Seit dem Schuljahr 2013/14 ist die Bibliothek zusätzlich jeden Tag in der 5. und 6. Stunde als Selbstlernraum geöffnet und wird durch Eltern betreut. In diesem Zusammenhang können die Schülerinnen und Schüler selbstständig (Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit) an schulischen Inhalten arbeiten und auch den PC als Arbeitsmedium nutzen.
  • 4.5 Bewegte Pause / Mittagsfreizeit
    Im Mittagspausenangebot hat die Gesamtschule Nippes Räume für unterschiedliche
    Interessen geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler können während der Mittagspause diese Angebote wahrnehmen:

    • Fußball und Basketball spielen auf dem dafür eingerichteten Spielfeld des Schulhofs.
    • Offene Turnhalle
    • Malen und Zeichnen im Kunstraum
    • Ruheraum für den Rückzug vom Treiben in der Mittagspause
    • Lesen in der Bibliothek
    • Bewegte Pause mit Ausleihe von Spielgeräten auf dem Schulhof
    • Spiele zum Ausleihen und Spielen in einem Klassenraum

    In der Mensa bietet eine Catering-Firma eine warme Mittagsmahlzeit an, die die Schülerinnen und Schüler einige Tage zuvor im Internet bestellen können. Die Eltern schließen mit dem Caterer einen Verpflegungsvertrag ab.
  • 4.6 Challenge: Chor - Band - Zirkus
    Die Gesamtschule Nippes hat zur Förderung besonderer Begabungen und Interessen von Schülerinnen und Schülern stufenübergreifende „Challenge“ – Kurse eingerichtet. Diese treffen sich einmal wöchentlich außerhalb des regulären Schulunterrichts. Ziel ist es, die Kulturarbeit als Bestandteil des Schulprofils ständig weiter zu entwickeln und die schulische Gemeinschaft zu fördern. Der „Challenge“ – Kurs Fußball hat bereits an mehreren Turnieren erfolgreich teilgenommen.

    Die folgenden „Challenge“ – Kurse haben sich bereits etabliert:

    • Zirkus
    • Chor
    • Band
    • Fußball

5. Lernen in Projekten

  • 5.1 Musisch-künstleicher Schwerpunkt der Schule
    Zusammen musizieren, gestalten, spielen - sich selbst ausdrücken, das macht viel Spaß!
    Kultur bereichert das Leben an der Schule und trägt positiv zur Persönlichkeitsbildung von jungen Menschen bei.


    Die Gesamtschule Nippes richtet mit dem Schuljahr 2014/15 einen musisch-künstlerischen Schwerpunkt ein. Ab dem kommenden Schuljahr wird es in jedem 5. Schuljahr eine so genannte Musikklasse geben:

    • Jedes Kind dieser Klasse lernt ein Instrument, es singt im Rahmen der Stundentafel im Chor und es erhält Unterricht im Fach Rhythmik.
    • Es spielt außerdem in musikalischen Ensembles, die regelmäßig an Aufführungen teilnehmen.
    • m Zuge unserer Profilbildung „Musischer Scherpunkt“ kooperieren wir mit der Rheinischen Musikschule.


    Wir möchten an unserer Schule ein vielfältiges Angebot musisch-künstlerischer Aktivtäten schaffen, das die große Bandbreite kulturellen Handelns abbildet.
    Neben einer Musikklasse pro Jahrgang sind folgende weitere Bausteine in Planung oder bestehen bereits.


    1. Kultur „lernen“ in der Stundentafel der GS Nippes (zusätzlich zum regulären Musik- bzw. Kunstunterricht)

    • Das Wahlpflichtfach „Darstellen & Gestalten“ ab Klasse 6
    • „Forderkurse“ im Rahmen des Unterrichts in den Ergänzungsstunden ab Klasse 8 (z.B. Instrumentalkurs, Filmkurs...)
    • „Challenge“ (Förderung besonderer Begabungen von Schülerinnen und Schülern außerhalb des Wochenstundenplans zu verschiedenen Inhaltsbereichen wie z.B. Zirkus, Theater, Singen, Bandspiel)
    • AG-Angebote in den Jahrgängen 5 und 6 (z.B. Chor, Band)


    2. Eigene musisch-künstlerische Produktionen zur Aufführung bringen

    • Auftritte bei Kulturveranstaltungen in der Schule
    • Repräsentation unserer Schule nach außen, z.B. durch musikalische Mitgestaltung von Stadtteilfesten, Karneval...
    • Gestaltung von Ausstellungen in unserer Schule
    • Open Stage (Bühnenpraxis sammeln mit kleinen Darbietungen im Rahmen der Mittagspause)


    3. Sich mit Kultur vertraut machen auch außerhalb der Schule

    • Nutzung von Projektangeboten ansässiger Kulturinstitutionen (Kölner Philharmonie, Opernhaus, Schauspielhaus, Museen...)
    • Einladung von Musikern in die Schule
    • Besuch von Kulturveranstaltungen (Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen...)
  • 5.2 Projekt-Tage
    In jedem Halbjahr finden an der Gesamtschule Nippes drei Projekttage statt. Diese dienen sowohl dem ganzheitlichen Lernen als auch der Stärkung der Teamfähigkeit sowie der Schulung des Bewusstseins für die individuelle Verantwortung in unserer heterogenen Gesellschaft.

    Kennzeichnend für ein Unterrichtsprojekt ist, dass
    • eine größere Aufgabe über einen längeren Zeitraum und interdisziplinär bearbeitet wird,
    • die Thematik die Bedürfnisse und die Interessen der Schülerinnen und Schüler anspricht
    • die Themen von ihnen weitgehend selbst gewählt werden ,
    • die Schüler die meisten Materialien beschaffen, 
    • der Lehrer als Projektleiter fungiert und
    • ein Produkt abschließend präsentiert wird.

    Die Projekttage finden wechselweise in Klassen- und Jahrgangsverband bzw. jahrgangsübergreifend statt. Die Projektage im Herbst eines jeden Jahres finden während der sog. “Wanderwoche“ statt, in der parallel die Jahrgänge 5, 8 und 10 ihre Klassen- oder Jahrgangsfahrten durchführen.
  • 5.3 Girls´and Boys´Day
    Seit 2001 findet der Girls‘ Day in Deutschland statt. Dieser Tag soll Mädchen frauenuntypische Berufe näher bringen. Im Jahre 2011 wurde auch für Jungen ein Zukunftstag (Boys‘ Day) eingeführt.
    Einmal im Jahr findet der Gils‘ und Boys‘ Day auch an der Gesamtschule Nippes statt.
    Er dient dem Aufbrechen bestehender Rollenvorstellungen in der Arbeitswelt, damit sich Schülerinnen und Schüler einzig ihren Neigungen entsprechend beruflich orientieren, da die Chancengleichheit der Geschlechter für die individuelle Identitätsbildung entscheidend ist. Der „Girls´ and Boys´ Day“ wird in allen Jahrgängen als Projekttag durchgeführt.

    Die Klassen des 5. Jahrgangs werden an diesem Tag von ihren Klassenlehrern und Klassen-lehrer/innen betreut. Es werden erste Überlegungen zum Thema „Berufe“ unternommen. Dies geschieht zum einen durch eine spielerische Herrangehensweise. Zum anderen werden z.B. Eltern an diesem Tag eingeladen und gebeten, von ihrem Beruf zu berichten. Auch die Umgebung der Schule und die verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten werden von den Klassen an diesem Tag erkundet. Durch die doppelt besetzten Unterrichtsstunden ist es möglich, dass Mädchen und Jungen auch getrennt voneinander Aktionen durchführen können.

    Die 6. Klassen durchlaufen an diesem Tag verschiedene Stationen. An diesen Stationen werden Tätigkeiten aus verschiedenen Berufsfeldern ausgeführt. Diese sind den Themen Haushalt, Küche, Pflege, Wäsche, Handwerk, Kreativität und Büro zugeordnet.

    Im 7. Jahrgang werden die Familien der Mädchen und Jungen mit einbezogen. Die Schülerinnen begleiten an diesem Tag den Vater und die Schüler die Mütter im Berufsleben. Sollte dies nicht möglich sein, können die Schülerinnen und Schüler auch Verwandte oder Bekannte begleiten. Die Schülerinnen und Schüler sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, die Perspektiven auf die Arbeitswelt bzw. Berufsorientierung und Lebensplanung auszuweiten. Im Rahmen dieses Tages erstellen die Schülerinnen und Schüler ihre erste Praktikumsmappe. Dies dient der intensiveren Auseinandersetzung und Reflexion des Tages.

    Im 8. Jahrgang erweitern die Schülerinnen und Schüler durch frei wählbare Betriebsbesichtigungen ihr Spektrum bezüglich möglicher Berufe.

    In Jahrgang 9 folgen Vorstellungstrainings und Rhetorikkurse, ggf. in Kooperation mit Krankenkassen.

    Im 10. Jahrgang können die Schülerinnen und Schüler im BIZ Informationen über für sie vorstellbare Berufe sammeln und mögliche Jobangebote einsehen.
  • 5.4 Berufsvorbereitung
  • 5.5 SchülerInnen - Betriebspraktikum
  • 5.6 Coolness-Training (Gewaltprävention)
    siehe 6.1. Kooperation mit der AWO
  • 5.7 Sportfeste
    Sport, Spiel und Bewegung sind Grundbedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler und Voraussetzung für eine Kindgerechte Entwicklung. Deswegen legen wir Wert auf ein breites Angebot an Sportveranstaltungen. Dazu gehören:

    • Jährliches Sportfest
    • Schulturniere, z.B. Basketball, Fußball, Tischtennis
    • Teilnahme an regionalen Turnieren, z.B. Köln-Derby (Fußball), Marathon-Schulstaffel, Tischtennis Milchcup
    • Kooperationen (z.B. mit der HS Benrath, AOK, DJK Löwe, Vereins-Schnuppertag
    • als AG‘s in den Jahrgängen 5 und 6 bieten wir folgende Sportarten an: Schwimmen, Turnen, Basketball, Fußball

    Die Fachkonferenz Sport organisiert und unterstützt vielfältige Formen außerschulischen Unterrichts mit sportlichen Inhalten, Exkursionen (z. B. Klettern, Wasserski, Eislaufen).
  • 5.8 Sozialtraining Jg.5
    Konzept: Soziales Training in Klasse 5 an der Gesamtschule Nippes

    Die Schulsozialarbeiterin führt in Kooperation mit den jeweiligen Klassenlehrer/-innen in den 5. Klassen der Gesamtschule Nippes soziale Kompetenzförderung durch. Die Hauptziele sind dabei die Stärkung der individuellen Persönlichkeit jedes Einzelnen sowie die Förderung des Gruppenzusammenhalts innerhalb der Klasse. Übungen zur Selbst- und Gruppenwahrnehmung fördern das Empathievermögen der Schülerinnen und Schüler. Auf dieser Grundlage können die Kinder Verständnis und gegenseitige Akzeptanz entwickeln.
    Durch Gruppen- und Einzelübungen, Spiele, Diskussionsrunden und weitere Methoden sollen die Kinder ein Empfinden für Körpersprache und deren Auswirkung entwickeln. Ebenso ist die verbale Kommunikation ein Thema, im Rahmen derer sich die Klasse unter anderem mit aktivem und passivem Zuhören beschäftigt, als auch mit der Notwendigkeit der Kommunikation um Gruppenaufgaben zu lösen.
    Ein weiterer wichtiger Aspekt stellt den Umgang mit den eigenen Gefühlen dar. Dabei steht die Förderung des gesunden und angemessenen Umgangs mit der eigenen Wut im Fokus. Durch praktische Übungen und Gesprächsrunden sollen sich Schüler und Schülerinnen mit möglichen Auslösern für Wut und Aggressionen auseinandersetzen um anschließend in der Gruppe individuelle Möglichkeiten zu finden, um sich in einer akuten „Wut-Situation“ zunächst zu beruhigen. Auch ist ein wichtiger Aspekt, die eigenen Gefühle und das eigene Verhalten zu reflektieren, um die eigene Wut zu verstehen.
    Des Weiteren sollen die Kinder durch das Sozialtraining lernen, Konflikte friedlich zu lösen und eigene Streitigkeiten zu schlichten.
    Die Kinder stellen mit der Schulsozialarbeit selbst ihre Klassenregeln auf, anhand derer sie im Sozialtraining immer wieder arbeiten. Dabei sollen sie lernen, Grenzen einzuhalten. In jedem Sozialtraining werden die individuellen Befindlichkeiten der Kinder ernst genommen und berücksichtigt. Daher steht die Schulsozialarbeiterin auch nach dem Sozialtraining für persönliche Gespräche oder Beratungen zur Verfügung.

    Themen:

    • Eigene Stärken feststellen
    • Akzeptieren und Erfahren eigener Grenzen
    • Klassengemeinschaft und Gruppenzugehörigkeit stärken
    • Körpersprache und verbale Kommunikation
    • Erkennen von und Umgang mit Gefühlen
    • Speziell: Umgang mit Wut
    • Konflikte friedlich lösen
    • Vermittlung von Handlungskompetenzen zur Vermeidung von Ausgrenzungs- bzw. Mobbingprozessen
    • aktuelle Konfliktsituationen/Themen innerhalb der Klassengemeinschaft

    Das Sozialtraining erstreckt sich über das gesamte 5.Schuljahr und findet in einer Doppelstunde jeden Monat statt. Sowohl die Durchführung als auch die Vor- und Nachbereitung liegt im Zuständigkeitsbereich der Schulsozialarbeit.
    Das Sozialtraining findet nur in Kooperation mit den jeweiligen Klassenlehrer/-innen statt, welche verpflichtend während der Durchführung dabei sein müssen, jedoch als Beobachter agieren. Auch ist ein Austausch zwischen der Schulsozialarbeiterin und den jeweiligen Klassenlehrer/-innen nach jeder Einheit erforderlich, um bei auftretenden Problemen bzw. Schwierigkeiten innerhalb einer Klasse oder im individuellen Bereich einzelner Schülerinnen und Schüler rechtzeitig tätig werden zu können
    Bei diesem sozialpädagogisch ausgerichtetem Konzept steht ein handlungsorientierter Ansatz im Vordergrund.

    Laura Zwar (Diplom Pädagogin)

  • 5.9 Medienkompetenz-Training im Jg.6
    Um die Schüler und Schülerinnen in ihrem Umgang mit den neuen Medien zu unterstützen, bietet die Schulsozialarbeit das Projekt „Me-Ko“ (Medienkompetenz) an der Gesamtschule Nippes an.

    Das Projekt wird im 6.Jahrgang durchgeführt, da Kinder in diesem Alter beginnen, sich näher mit sozialen Netzwerken im Internet zu beschäftigen, viele Informationen und Gefahren, die durch das Internet entstehen können, jedoch noch nicht kennen.

    Durch praktische Übungen und Diskussionsrunden sollen die Schüler und Schülerinnen im Baustein „Gefahren neuer Medien – Umgang mit persönlichen Daten“ für die Risiken, die sich durch Chatrooms und die Veröffentlichung von persönlichen Daten ergeben können, sensibilisiert werden.

    Im Rahmen des Bausteines „Handy und Internet – Cybermobbing und Happy Slapping“ sollen die Schüler und Schülerinnen sich mit Gründen und Folgen von Mobbing im Internet und Gewalttaten, die mit dem Handy aufgenommen werden, auseinandersetzen. Dieser Baustein wird außerdem Aufschluss über rechtliche Folgen geben.

    Der Baustein „Computersucht – Mein Umgang mit dem Computer“ hat die Absicht, die Schüler und Schülerinnen dazu anzuregen, sich mit ihrem eigenen Verhalten am Computer auseinander zu setzen. Durch Selbstreflektions-Übungen sollen gemeinsame Alternativen zu übermäßigem Computerkonsum erarbeitet werden.
  • 5.10 Streitschlichtung
    Ausbildung zum/zur Schüler- Streitschlichter/in

    Streitschlichtung ist ein Konzept – nach dem „BensbergerMediationsModell“ – mit dem Ziel, das Schulklima nachhaltig zu verbessern und die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
    In der Ausbildung lernen die SchülerInnen, wie man zwischen Streitenden vermittelt und ihnen dabei hilft, über eine Klärung zu einer friedlichen Lösung zu kommen.

    Im ersten Halbjahr der Ausbildung geht es inhaltlich darum, dass die SchülerInnen sich mit ihrem eigenen Verhalten in Konflikten und den damit verbundenen Gefühlen auseinandersetzen. Durch unterschiedliche Gruppen- und Einzelübungen, Gesprächsrunden und Rollenspiele arbeiten die Dozenten mit den SchülerInnen an der Stärkung des Selbstbewusstseins. Des Weiteren setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Entstehung von Konflikten auseinander.

    Im zweiten Halbjahr erlernen die SchülerInnen schließlich durch praktische Übungen wie eine Streitschlichtung abläuft. Außerdem setzen sie sich mit Regeln, Grenzen und Schwierigkeiten auseinander, denen sie im Rahmen einer Schlichtung begegnen können, so dass sie für das darauf folgende Schuljahr gestärkt sind, Streitschlichtungen durchführen zu können.
    Das Ziel ist es, dass die SchülerInnen nach erfolgreichem Abschließen der Ausbildung in einer Gruppe von Schülerstreitschlichtern selbstständig als Streitschlichter arbeiten und Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Nippes sind.
    Die Ausbildung wird geleitet von einer Lehrerin und der Schulsozialarbeiterin, welche auch nach der Ausbildung die Streitschlichtergruppe weiterhin begleiten.

    Streitschlichtung
  • 5.11 Klassenfahrten
    Klassenfahrten der Gesamtschule Nippes

    In der Sekundarstufe I der Gesamtschule Nippes finden drei Klassenfahrten (5., 8., und 10. Jahrgang) statt:

    1. Die erste Fahrt findet im Jahrgang 5 als dreitägige Kennenlernfahrt gemeinsam mit allen Klassen des Jahrgangs statt.
    2. Die zweite Klassenfahrt findet nach Absprache und Einigung im Jahrgang als 3-, 4-, oder 5-tägige Fahrt zu Beginn des 8. Jahrgangs statt.
    3. Die dritte Fahrt findet als fünftägige Abschlussfahrt zu Beginn des 10. Jahrgangs statt.

    Die Klassenfahrten finden jeweils in der Woche vor den Herbstferien statt (Wanderwoche)
    Die finanzielle Obergrenze der Kosten für die Eltern legt die Schulkonferenz fest und aktualisiert sie mindestens alle drei Jahre.
    Sonderfahrten mit klassenübergreifenden Reisegruppen zur Pflege von Schulpartner-schaften oder einem Schüleraustausch sind von dieser Regelung nicht betroffen.
  • 5.12 Karneval
    Die Aktivitäten in unserer Schule während der Karnevalstage sind:

    Teilnahme am Karnevalszug im Stadtteil „Longerich“ am Karnevalssonntag

    1. Die Karnevalszeit wird an der Gesamtschule Nippes vor allem in der Karnevals-AG vorbereitet. Dort legen die Schüler mit Unterstützung der Eltern das jährliche Motto unserer Fußgruppe fest, die am Longericher Karnevalszug beteiligt. Dementsprechend werden Kostüme entworfen und für alle teilnehmenden Personen hergestellt. Eine Familie aus der Elternschaft übernimmt die federführende Organisation des Karnevalszugs.

    2. Die eigene schulinterne Karnevalssitzung an Weiberfastnachtstag in der Schulaula mit kreativen, lustigen und selbstkritischen Schüler und Lehrerbeiträgen: Lieder, Tänze, Sketche und was uns sonst noch einfällt. Im Rahmen eines Castings werden die besten Beiträge der Klassen ausgewählt und kommen ins Programm der Sitzung.
  • 5.13 Shangilia
    Hinter dem Lernziel
    „Schülerinnen und Schülern Zugänge zu unterschiedlichen Kulturen und deren spezifischen Lebensweisen eröffnen“
    , steht das Schulsozialprojekt „Kids in Kenia“, das sich zum Ziel setzt Interkulturelles Lernen im Schulalltag erfahrbar zu machen.

    Ein solches Vorhaben geschieht Jahrgangsübergreifend und ist an der Gesamtschule Nippes durch Schulcurricula inhaltlich orientiert. Schülerinnen und Schüler erweitern hierbei ihre Kenntnisse zu Leben, Land und Leute eines Kontinents, den Lebensvielfalt prägt.
    Als Weltbürger unterstützen die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Nippes Kinder und Jugendliche in Kenias Hauptstadt Nairobi. Deshalb tragen sie auch Verantwortung für zahlreiche Einzelprojekte, die helfen sollen Patenschaften aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
    Das Schulprojekt „Kids in Kenia“ arbeitet eng mit „Shangilia e.V“ zusammen und wird hierbei in den eigenen Zielvorstellungen unterstützt.

    Im Jahrgang 5 wird jährlich eine Infoveranstaltung durch Vertreter des e.V. zum Erstkontakt der neuen Schüler/innen angeboten, die während des Gesellschaftslehre-Unterrichts zum Thema „Kinder in der Welt“ stattfindet.

    Im Jahrgang 6 übernehmen die SchülerInnen am Tag der offenen Tür die Gestaltung und den Verkauf von Weihnachtskarten, deren Erlös für das Kooperationsprojekt zur Verfügung gestellt wird.

    Im Jahrgang 7 betreuen die SchülerInnen ab dem Schuljahr 2015/16 ein Pfandprojekt an der Schule, bei dem die Kostbarkeit von Rohstoffen verdeutlich wird und zudem weitere Erlöse für das Projekt Shangilia entstehen. Die SchülerInnen geben zum Ende des Schuljahres die Aufgabe in einer Übergabekonferenz an die zukünftigen Siebtklässler weiter.

    Für die Jahrgänge 8, 9 und 10 sind Workshop-Angebote und weitere Unterstützungsideen in Vorbereitung. Baustelle

    Die Gesamtschule Nippes beteiligt sich auch finanziell an dem Aufbau der Kooperationsschule in Nairobi. Wir führen jährlichen einen Spendenlauf durch, übernehmen Patenschaften zugunsten der SchülerInnen vor Ort und veräußern regelmäßig Bücherkisten zugunsten Shangilia.

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6. Öffnung von Schule - Kooperation mit Partnern

  • 6.1 Kooperation mit AWO
    Die Gesamtschule Nippes kooperiert mit der Fachstelle „Gewaltprävention“ der AWO im Bereich Lehrerfortbildung und Sozialtraining:

    Alle Klassen des 7. Jahrgangs nehmen im Laufe des Schuljahres an dem fünfwöchigen sozialen Trainingskurs „Coolness-Training“ teil, das einmal pro Woche in einem vierstündigen Unterrichtstundenblock von einem Team der AWO durchgeführt wird. Die Inhalte des Trainings werden den erlebten Situationen in der Klasse angepasst. Es geht dabei insbesondere um

    • die Förderung der Stärken und Fähigkeiten des Einzelnen sowie der Gruppe
    • die Reflexion und die Erweiterung bestehender Denk- und Handlungsmuster
    • das Erkennen der Dynamik von Gewaltprozessen und das Einüben von Ausstiegs- und Unterbrechungsszenarien
    • das Erlernen von alternativen Verhaltensweisen
    • Schaffung und Nutzung kreativer Ausdrucksmöglichkeiten


    Um die Arbeit in den Klassen nachhaltig wirksam werden zu lassen, findet eine Lehrerfortbildung im Kollegium statt, damit die Klassenlehrer/innen die Gewaltprävention in ihren Klassen längerfristig weiter fortführen können. Dazu werden die alle Lehrpersonen zu folgenden Inhalten weitergebildet:

    • Definition und Beschreibung der Ursachen von Gewalt und delinquentem Verhalten
    • strukturierende Rahmenbedingungen, die ein pro-soziales Verhalten fördern

    Vermittlung einer inneren Haltung und von Methoden und Handlungsstrategien anhand der Themen: Ressourcenorientierung, Konfrontation, Deeskalation, (Cyber-) Mobbing, Selbstbehauptung, und Kooperation
  • 6.2 Kooperation mit GAG
    in Bearbeitung
  • 6.3 Kooperation mit der Rheinischen Musikschule
    Um das Vorhaben „Musikklasse“ in die Tat umzusetzen, ist die Gesamtschule Nippes eine Kooperation mit der Rheinischen Musikschule eingegangen: die Kinder erhalten dort ihren Instrumentalunterricht. Die Eltern der Kinder der Musikklasse schließen zu diesem Zweck einen Vertrag mit der Rheinischen Musikschule ab.

    Als Entscheidungshilfe für die Instrumentenwahl bietet die Musikschule zunächst ein Instrumentenkarussell an; d.h. die Schüler können über mehrere Wochen Instrumente zum „Schnuppern" ausprobieren.

    Die Kinder haben hier die Gelegenheit, zunächst verschiedene Instrumente (voraussichtlich Piano, Bass, Schlagzeug, Gitarre, Trompete, Posaune, Saxophon, Klarinette, Querflöte, Cello und Geige) kennen zu lernen; im Anschluss können sie sich entsprechend ihrer Neigung für ein Instrument entscheiden.
  • 6.4 Kooperation mit "ÄGGF-Ärztl. Gesell. zur Gesundheitsförderung der Frau e.V"
    Die Gesamtschule Nippes kooperiert mit der "ÄGGF - Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e.V.“.

    Die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e.V. (ÄGGF) ist ein Zusammenschluss von Ärztinnen mit dem Ziel der Gesundheitsförderung und Prävention in der schulischen Sexualerziehung von Mädchen und jungen Frauen. Jugendliche kommen heute oft sehr früh in die Pubertät und sind aufgeschlossen für Informationen, durch die alle Veränderungen strukturiert, erklärbar und vorhersehbar werden. Deshalb stellen die Ärztinnen der ÄGGF der schulischen Sexualerziehung ihre ärztliche Kompetenz an die Seite für Fragen, die für Jugendliche subjektiv wichtig und für ihre Gesundheit und Handlungssicherheit relevant sind.

    Eine Ärztin trifft sich in allen Klassen jeweils für eine Doppelstunde mit den Mädchen. Dabei stehen Information, Beratung und Zeit für Nachfragen rund um die Themen der Sexualität im Mittelpunkt.

    Parallel zu der Mädchenberatung durch die Frauenärztin findet ein Gespräch zwischen Lehrern und Schülern statt. Die Jungen erhalten ebenfalls die Gelegenheit Nachfragen zu stellen und informiert zu werden. Hierbei übernehmen die Klassenlehrer die Rolle des Beraters.
  • 6.5 Kooperation mit der Universität Köln
    Das Programm „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS) ist ein für fünf Jahre angelegtes Forschungsprojekt zur Unterrichtsentwicklung. Im Rahmen dieses Programms sollen die Sprachkompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht gefördert werden. Die Gesamtschule Nippes beteiligt sich an diesen Projekt und kooperiert mit dem Verbund in Nordrhein-Westfalen, der sich aus drei Universitäten und ausgewählten Gesamtschulen zusammensetzt (Köln, Dortmund und Duisburg-Essen).

    Ziel ist es, durch die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis, bewährte Konzepte und Materialien zur Sprachförderung im Mathematikunterricht zu entwickeln.

7. Schulleben

  • 7.1 Schulregeln
    In der Gründungsphase der Gesamtschule Nippes wurden 10 Regeln für das Zusammenleben und –lernen in der Schule formuliert. Diese Regeln befinden sich seit dem Schuljahr 2013/14 in Überarbeitung. Es liegt der Entwurf einer Arbeitsgruppe vor, der in der Lehrerkonferenz vorgestellt und als Antrag an die Schulkonferenz verabschiedet wurde. Nach einer Beratung in den Gremien der Elternschaft und der Schülervertretung soll über das neue Schulregelwerk in der letzten Schulkonferenz des Schuljahres 2013/14 die Beschlussfassung stattfinden.
  • 7.2 Beratung
    Die Gesamtschule Nippes hat einen Lehrer des Kollegiums mit den Tätigkeiten eines Beratungslehrers beauftragt. Diese umfassen alle Aspekte der Beratung von Schülerinnen/Schülern der Klassen 5-10, deren Eltern, aller Kollegen sowie der Schulleitung in Kooperation mit Schulsozialarbeiterin.

    Schülerebene:

    Schülerberatungsgespräche durch den Beratungslehrer sind grundsätzlich vorgesehen:

    • wenn minderjährige Schülerinnenund Schüler wiederholt beim Rauchen gesehen werden
    • wenn eine bestimmte Anzahl an Besuchen im Trainingsraum erfolgte (Überarbeitung erfolgt zum Schuljahr 14/15)
    • wenn von Fach- oder Klassenlehrern, im Jahrgangsteam, auf einer päd. Konferenz oder im Rahmen einer Ordnungsmaßnahme ein Beratungsgespräch empfohlen wird
    • wenn die Schüler / Streitschlichter der Schulen selbstständig keine Problemlösung herbeirufen können (ab Schuljahr 14/15)
    • wenn ein/e Schülerinnen und Schüler den Wunsch nach einem 4-Augen-Gespräch hat
    • zur Laufbahnberatung
    • zur Lösung von Lern- und Verhaltensproblemen
    • zur Förderung von besonderer Begabung
    • zur Vorbereitung des Übergangs in weiterführende Bildungsgänge sowie ins Berufsleben

    Kollegiumsebene:

    Beratungsgespräche durch den Beratungslehrer mit dem Kollegium sind grundsätzlich vorgesehen:

    • bei Schwierigkeiten im Umgang mit einzelnen Schülern / Klassen
    • zur Unterstützung bei Überlegungen zu Anträgen auf sonderpädagogische Förderung nach AO--‐SF (vgl. GU--‐Konferenzbeschluss)
    • zur Unterstützung bei Elterngesprächen
    • zur Unterstützung bei schulischen Maßnahmen zur Förderung von Interessen und Begabungen von Schülern
    • zur Förderung der Streitschlichtung / Vermittlung durch die ausgebildeten Schülerinnen und Schüler
    • zur Vorbeugung und Bewältigung von Lern- und Verhaltensproblemen & allgemeinen Konflikten in der Schule

    Elternebene

    Beratungsgespräche durch den Beratungslehrer mit den Eltern sind grundsätzlich vorgesehen:

    • Zur Initiierung, Vertiefung oder Einberufung von außerordentlichen Eltern-Informationsabenden, z.B. Thema Drogenprävention, Anti--‐Mobbing o.ä.,
    • zur Fortsetzung von schwierigen Gesprächen, die durch Klassenlehrer nicht gelöst werden konnten,
    • bei Fragen zum Übergang der SuS in weiterführende Bildungsgänge sowie ins Berufsleben,
    • bei Fragen zu den auf den Eltern-Informationsabenden besprochenen Themen

    Schulebene

    Beratungen auf Schulebene durch den Beratungslehrer sind grundsätzlich vorgesehen:

    • zur Beratung der Schulleitung bei schulischen Angelegenheiten
    • zum Vermitteln von Kontakten zu außerschulischen Einrichtungen
  • 7.3 Schulsozialarbeit
    Schulsozialarbeit an der Gesamtschule Nippes

    Die Schulsozialarbeit existiert seit März 2012 an der Gesamtschule Nippes mit der Zielsetzung, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und zu unterstützen.
    Die Dienst- und Fachaufsicht liegt bei der Stadt Köln.

    • Kontaktaufnahme

    Frau Laura Zwar ist täglich (Mo.-Fr.) von 8:00 – 16:00 Uhr im Büro (Raum D007) persönlich oder telefonisch unter der Nummer 0221 – 221 30878 oder per E-Mail unter laura.zwar@stadt-koeln.de zu erreichen.
    Sprechzeiten für Schüler/-innen zur Terminvereinbarung: Mo.-Fr. von 7:45 – 8:15 Uhr

    Angebote der Schulsozialarbeit an der Gesamtschule Nippes

    • Einzelfallhilfe
    Das Beratungsangebot der Schulsozialarbeit bietet die Möglichkeit, auf Problemstellungen der Schülerinnen und Schüler möglichst zeitnah zu reagieren. Inhaltlich geht es dabei meist um schulische aber auch um häusliche Probleme, die sich negativ auf das Lernen in der Schule auswirken können. Wie in allen anderen Arbeitsbereichen arbeitet die Schulsozialarbeit auch hier sehr eng mit externen Jugendhilfeeinrichtungen zusammen.

    • Sozialtrainings
    Die Schulsozialarbeit bietet im 5. Jahrgang ein präventives Sozialtraining an, durch welches Schülerinnen und Schüler einen respektvollen Umgang miteinander innerhalb der Klassengemeinschaft und dem System Schule erlernen sollen. In diesem Zusammenhang spielt das Erarbeiten konstruktiver und gewaltfreier Konfliktlösungsmöglichkeiten eine große Rolle. Die Hauptziele bestehen dabei in der Stärkung der individuellen Persönlichkeit jedes Einzelnen sowie in der Förderung des Gruppenzusammenhalts innerhalb der Klasse.
    Nach Bedarf kann in allen anderen Klassen ebenfalls ein Sozialtraining durchgeführt werden, welches sich auf die Themen bezieht, die in der Klasse aktuell sind.

    Präventive sozialpädagogische Gruppenarbeit

    • Schülerstreitschlichtung
    In Kooperation mit einer Lehrkraft bildet Frau Zwar im Rahmen eines Zertifikatskurses Schülerstreitschlichter aus.
    Durch die Ausbildung sollen die Schülerinnen und Schüler erlernen, wie man zwischen Streitenden vermittelt und ihnen dabei hilft, über eine Klärung zu einer friedlichen Lösung zu kommen.
    Das Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler nach erfolgreichem Abschließen der Ausbildung in einer Gruppe von Schülerstreitschlichtern selbstständig als Streitschlichter arbeiten und Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Nippes sind.

    • Mädchengruppe
    Im Rahmen des Mittagspausenangebots bietet Frau Zwar jeden Montag 13:30 – 14:20Uhr eine Mädchengruppe an. Diese Gruppe bietet den Mädchen einen Schutz- und Freiraum, in dem sie ohne direkte Beteiligung von Jungen neue Handlungsspielräume entdecken, erproben und gestalten können. Ziel ist es, durch gemeinsame und kreative Aktivitäten den Gefühlsausdruck, die Selbstbehauptung und den Selbstwert zu stärken. Den Mädchen soll es ermöglicht werden, selbstbewusst und selbstbezogen Spaß zu haben, miteinander zu reden, sich mitzuteilen und sich auszutauschen.
    Weitere Ziele bestehen darin, Bewältigungsstrategien zu erlernen, sich mit geschlechts- und alterspezifischen Themen auseinanderzusetzen, sowie die Persönlichkeit zu stärken. Die Mädchen sollen soziale Kompetenzen in der Gruppe erlernen und sich entspannen.

    Präventive sozialpädagogische Projektarbeit

    • ME-KO
    die Schulsozialarbeit führt in Kooperation mit den jeweiligen Klassenlehrer/-innen in allen 6. Klassen das Projekt „Me-Ko“ (Medienkompetenz) durch.
    Dabei setzen sich die Schülerinnen und Schüler in Form von Einzel- und Gruppenübungen, Einbezug der neuen Medien, Spielen und Gesprächsrunden mit folgenden Themen auseinander:

    Gefahren neuer Medien
    Cybermobbing
    Computer(spiel-)sucht

    Elternarbeit

    • Beratung
    Auch Sie als Eltern haben die Möglichkeit, mit der Schulsozialarbeit in Kontakt zu treten. Frau Zwar unterstützt Eltern und deren Kinder der Gesamtschule Nippes bei familiären und individuellen Fragestellungen, Problemen, Krisen und Konflikten. In der Erziehungsberatung wird Menschen zugehört und mit Ihnen nach passenden Lösungswegen aus der Krise gesucht.
    Frau Zwar arbeitet nach dem systemischen Ansatz, d.h. der Blick wird darauf gerichtet, zu verstehen, was ein Kind mit seinem Verhalten (z.B. Unruhe, Aggressivität, schulische Schwierigkeiten) im Familiensystem bewirken will.
  • 7.4 Streitschlichtung
    Das Angebot der Streitschlichtung durch ausgebildete Schüler und Schülerinnen wird erst zum Schuljahr 2015/16 installiert, wenn die entsprechenden Ausbildungskurse im Rahmen der Ergänzungsstunden im 8. Jahrgang erfolgreich absolviert wurden.
  • 7.5 Trainingsraum
    „Jeder Schüler und jeder Lehrer hat ein Recht auf einen störungsfreien Unterricht.“

    Um dieses Recht durchzusetzen, wurde im Schuljahr 2010/11 in unserer Schule ein Trainingsraum eingerichtet.
    Wenn es im Unterricht zu gehäuften Störungen durch einen Schüler kommt, wird dieser von dem unterrichtenden Lehrer in den Trainingsraum geschickt. Dort bekommen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Situation mit dem Trainingsraumlehrer zu reflektieren und Verhaltensänderungen schriftlich festzulegen. Dieser sogenannte Rückkehrplan wird an den Fachlehrer weitergegeben und muss von diesem akzeptiert werden. Anschließend können die Schülerinnen und Schüler wieder am Unterricht teilnehmen.
  • 7.6 Schulname
    Ein neuer Name für unsere Gesamtschule

    Die Gesamtschule Nippes soll einen neuen Namen bekommen. Nach unserem Umzug in die Paul-Humburg-Straße und auch mit Blick auf den noch ausstehenden Umzug in den Neubau, ist der seit der Schulgründung existierende Name mit dem Verweis auf den Stadtteil Nippes nicht mehr aktuell. Darüber hinaus entschlüpft unsere junge Schule so langsam ihren "Kinderschuhen", was sich vor allem in einer konkreten Profilbildung (z.B. durch den in diesem Schuljahr angelaufenen Musikzweig im 5. Jg.) widerspiegelt.

    Ein Ausschuss der Schulkonferenz, in dem Schüler, Eltern und Lehrer seit dem Schuljahr 2013/14 zusammenarbeiten, hat sich mit Fragen des Namensgebung und einem geeigneten, partizipativen Verfahren der Namenswahl auseinandergesetzt. Es sind zahlreiche Vorschläge gesammelt worden; mit Unterstützung fachlicher Beratung wurde eine Auswahl-Liste erstellt, die nun der Schulgemeinde für ein möglichst breites Votum zur Verfügung gestellt wird. Im Schuljahr 2014/15 soll der Name der Schule in einem feierlichen Rahmen offiziell verliehen werden.

    Diese vier Namensvorschläge sind das Ergebnis dieses Prozesses:

    1. Carl von Ossietzky Gesamtschule
    Friedensnobelpreisträger, Kämpfer für Freiheit und Demokratie, Gegner und Opfer des nationalsozialistischen Regimes, neues Schulgebäude liegt in der Ossietzky-Straße

    2. John Lennon Gesamtschule
    Musikalische Legende, Stimme des Friedens und der Völkerverständigung

    3. Nelson Mandela Gesamtschule
    Friedensnobelpreisträger, Vertreter im Kampf gegen Rassismus und soziale Unterdrückung

    4. Pina Bausch Gesamtschule
    Tänzerische und choreografische Visionärin, Gründerin des renommierten Tanztheaters in Wuppertal, kreative Querdenkerin

    Alle vier Namenspatrone haben gemein, durch Leben und Werk eine Vorbildfunktion eingenommen zu haben. Zwei der vier Vorschläge deuten zudem auf das sich nun immer stärker festigende Profil unserer Gesamtschule hin, welche bereits heute und auch in Zukunft einen Schwerpunkt ihrer schulischen Arbeit in die Bereiche der musikalischen Erziehung und der darstellenden Künste legt.

8. Leitung und Management

  • 8.1 Schulleitung
    In der Schulleitung der Gesamtschule Nippes arbeiten in einem Team mehrere Lehrerinnen und Lehrer zusammen, die von der Schulaufsicht mit einem definierten Aufgabenbereich für die Leitung der Schule beauftragt werden:

    • der Schuleiter (Herr Nolte)
      • die stellvertretende Schulleiterin (Frau Otte)
      • der Didaktische Leiter (Herr Deckers)
      • die Leiterin der Abteilung 1 – Unterstufe (Frau Celik)
      • die Leiterin der Abteilung 2 – Mittelstufe (Frau Schulze)
      • Ab dem Schuljahr 2016/17: der/die Leiter/in der Abteilung 3 – Oberstufe (N.N.)
  • 8.2 Fortbildung
    Lehrerinnen und Lehrer sind verpflichtet, sich für die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit regelmäßig fortzubilden. Die inhaltlichen und strukturellen Anforderungen sowie die methodischen Formen der Bildungsarbeit verändern sich in einer rasch entwickelnden Gesellschaft kontinuierlich. Die Lehrenden müssen ihre Lehrtätigkeit immer wieder aktualisieren, um die Kinder und Jugendlichen auf die Herausforderungen der Berufswelt aber auch auf die sozialen Prozesse des 21. Jahrhunderts vorzubereiten.

    Lehrer/innen können zur Weiterentwicklung ihrer beruflich fachlichen Qualifikation individuell an schulexternen Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen. Wenn diese während der Unterrichtszeit stattfinden, können die teilnehmenden Lehrpersonen vom Unterricht frei gestellt werden; der Unterricht wird vom Kollegium vertreten. Sie sind aufgefordert ihre neu gewonnen Erkenntnisse und Kompetenzen in geeigneter Weise in die pädagogisch fachliche Arbeit der Schule einzubringen.

    Unsere Schule im Aufbau versteht sich in besonderer Weise als lernendes System, das in regelmäßiger Frequenz zur Weiterentwicklung des Schulkonzeptes unterrichtsfreie „Stopp-Tage“ praktiziert, damit das gesamte Lehrerkollegium die eignen Praxis reflektieren kann und/oder sich auf neue Herausforderungen gemeinsam vorbereitet. Der Fokus liegt an diesen Tagen stets auf der Unterrichtsentwicklung und der daraus resultierenden pädagogischen Organisation unserer Schule.

    Die Schulleitung ermittelt mit Unterstützung der Steuergruppe „Schulentwicklung“ den Fortbildungsbedarf des gesamten Kollegiums. Nach Beratung durch die Steuergruppe legt sie die Fortbildungsschwerpunkte für ein Schuljahr oder einen längerfristig definierten Zeitraum fest. Die Umsetzung der Fortbildungsmaßnahmen in geeignete Veranstaltungen und die Kooperation mit hilfreichen Referenten oder Moderatoren liegt in dem Aufgabenbereich der Didaktischen Leitung. Sie dokumentiert und evaluiert die gemeinsamen Lernprozesse der Fortbildung in ihrer Wirkung auf die Qualitätsentwicklung der Gesamtschule Nippes.
  • 8.3 Partizipation der Eltern
    Wir legen großen Wert auf die Mitarbeit der Eltern. Sie sind die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder. Ohne ihre Unterstützung ist eine sinnvolle pädagogische Arbeit in der Schule nicht denkbar. Letztendlich ist die Gesamtschule Nippes aus einer Elterninitiative hervorgegangen. Eltern engagieren sich seit Eröffnung der Gesamtschule Nippes zum Schuljahr 2010/2011 in vielfältiger Weise im Schulleben.

    Die Eltern beteiligen sich aktiv an der Aufbauarbeit der Schule und gehen damit weit über ihre gesetzlichen Verpflichtungen hinaus.
    • Tag der offenen Tür
    • Klassenpflegschaft
    • Schulkonferenz
    • Teilkonferenz
    • Elternarbeit in der Bibliothek
    • Beaufsichtigung des Selbstlernzentrums in der Bibliothek
    • Gestaltung der Homepage
    • Karnevals-AG
    • Mitarbeit in Fachkonferenzen und Arbeitsgruppen (z.B. Kultur, Mensa, Neubau, Schulname)
    • Elternabende
    • Förderverein
    • Mitarbeit bei Schulfesten (z.B. Kulturabende)
  • 8.4 Partizipation der Schüler
    Arbeit der Schülervertretung
    Wir fördern die Eigenverantwortung unsere Schülerinnen und Schüler, indem wir sie in vertrauensvoller Zusammenarbeit an der Gestaltung des schulischen Lebens einbinden. Dies erfolgt im Rahmen der im Schulgesetz verankerten Gremien (§ 74 Schulgesetz) und erfolgt auf zwei Ebenen: der Ebene der gewählten Schülervertretung bzw. der gewählten Klassensprecher sowie der Ebene der freiwilligen Mitarbeit in Arbeitskreisen und schulischen Veranstaltungen (Sportfeste, ToT etc.).

    Organisation und Arbeitsablauf
    Die SV-Vertreter wie auch die SV-Lehrer werden zu Beginn eines jeden Schuljahres für die Dauer eines Jahres gewählt. Außerdem ist es jedem anderen Schüler möglich, der SV aus mit einem freiwilligem Engagement beizutreten.
    Um die Arbeit zu koordinieren, findet eine wöchentliche SV-Sitzung in dem dafür vorgesehenen SV-Raum statt, in dessen Rahmen zurückliegende und anstehende Projekte evaluiert und vorbereitet werden (z.B. Anträge an die SchuKo, Informationsveranstaltungen, Valentinskartenverkauf, Schulparties). Als Grundlage dieser Arbeit dient der Austausch mit den frei wählbaren Klassensprechern, welcher im Rahmen der vierteljährlichen Klassensprecherversammlung erfolgt. Darüber hinaus ist jedes Jahr eine SV-Fahrt geplant, auf der längerfristige Ziele sowie die Planung für das kommende Schuljahr erarbeitet werden. Der überregionale Austausch unserer SV mit den Schülervertretungen anderer Schulen ist im Rahmen der Bezirksschülervertretung (BSV) gewährleistet. Zu den regelmäßig stattfindenden Treffen der BSV entsendet unserer SV entsprechende Delegierte.

    Unsere SV ist grundsätzlich mit zwei gewählten Vertretern stimmberechtigtes Mitglied der Schulkonferenz und nimmt damit aktiv und gleichberechtigt an allen Entwicklungsprozessen der Schule teil.
  • 8.5 Übergangsmanagement: Primär - Sek I - Sek II
    Die Gesamtschule Nippes lädt alle interessierten Grundschüler und ihre Eltern im Herbst zu zwei „Tagen der Offenen Tür“ in die Schule ein. Dort können sich die Gäste über den Stand des Aufbaus der neuen Schule informieren, die Räumlichkeiten und ihre Ausstattung im Rahmen von Führungen kennen lernen und im Unterricht hospitieren. Lehrer/innen und Eltern stehen für Gespräche zur Verfügung.

    An einem Informationsabend im Herbst werden die Bildungsgänge der Gesamtschule und das Schulprogram der Gesamtschule Nippes ausführlich vorgestellt und den Eltern die Gelegenheit gegeben, ihre Fragen zu stellen bezüglich der Schulwahlentscheidung für ihr Kind sowie evtl. Unsicherheiten zu diskutieren.

    Es folgen die Tage der Anmeldung gemäß den Vorgaben des Ministeriums und des Schulamtes der Stadt Köln mit einer schnellen Entscheidung über die Aufnahme oder Nicht-Aufnahme und der entsprechenden Information der Eltern.

    Ein weiterer Informationsabend im Frühsommer dient der konkreten Vorbereitung eines guten Starts ins neue Schuljahr: Anschaffung von Schul-Material und -Büchern, Mensaverpflegung, Schulweg, Klassenfahrt, Tag der Einschulung usw.
    Am Freitag der vorletzten Woche vor den Sommerferien begrüßen wir alle neuen Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien zu einem Kennenlern-Nachmittag, um den Kindern ihre neuen Klassenlehrer/innen schon einmal vorzustellen. Während einer Schnupperstunde im Klassenraum sehen sie dann auch ihre zukünftigen Mitschüler/innen und gehen hoffentlich voller Vorfreude entspannt in die Sommerferien.

    Mit jedem Kind und seinen Eltern wird während der Anmeldung wird ein Gespräch geführt. Wir ermutigen alle Eltern, im Gespräch mit der Schulleitung und/oder den künftigen Klassenlehrer/innen aus der schulischen Lernbiografie ihrer Kindern in der Grundschule zu berichten, wenn dort bereits besondere Begabungen oder aber auch Lernschwierigkeiten und deutliche Beeinträchtigungen erkennbar geworden sind. Soweit es unser Zeitmanagement ermöglicht, nehmen wir Kontakt mit den Grundschulkolleg/innen auf, um weitere Informationen der Grundschule für die Vorbereitung der „Neuen Fünften Klassen“ zu berücksichtigen. Einige Kinder besuchen wir im Unterricht in ihren Grundschulklassen; das gilt vor allem für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die in unseren integrativen Klassen am „Gemeinsamen Lernen“ teilhaben werden. Manchmal laden wir Eltern und/oder andere pädagogisch-therapeutische Bezugspersonen noch einmal zu einem individuellen Vorbereitungsgespräch in unsere Schule ein.
  • 8.6 Lehrerausbildung
    Die Gesamtschule Nippes ist seit dem Schuljahr 2013/14 Ausbildungsschule. Da wir eine Schule im Aufbau sind, bilden wir derzeit Lehramtsanwärter/innen der Sekundarstufe I aus. Wir kooperieren mit dem Studienseminar Köln.

    An unserer Schule besteht zusätzlich die Möglichkeit, studienbegleitende Praktika zu absolvieren (Eignungspraktikum, Orientierungspraktikum, Fachpraktikum, Praxissemester).
    Die für die Ausbildung verbindlichen Handlungsfelder können dem Leitfaden für Ausbildunglehrer/innen der Schule entnommen werden (Bitte Leitfaden als PDF anfügen).
    Die Ausbildungsbeauftragten unsrer Schule sind Frau Knetsch (D, ev. Reli) und Frau Limberger (E, Ge).

    Für die Lehramtsanwärter bieten die Ausbildungsbeauftragten zusätzlich die sogenannte ABB-Stunde an, in der neben den verpflichtenden Handlungsfelder auch individuelle Erfahrungen aus dem Schulalltag aufgearbeitet und reflektiert werden.
  • 8.7 Gebäude
    Die Gesamtschule Nippes startete im Sommer 2010 mit nur wenigen Wochen einer Vorbereitungsphase in dem Gebäude einer aufgelösten Hauptschule im Kölner Stadtteil Riehl. Da die dort bestehenden Gebäude zu wenige Räume bereitstellte und das Schulgelände eine Erweiterung nicht zuließ, zog die Schule im Winter 2013 um in eine leer stehende Hauptschule im Stadtteil Longerich, wo in Fertigbau-Pavillons auf dem Schulgelände weitere Klassenräume errichtet wurden, die den Raumbedarf für den Ausbau der Sekundarstufe 1 auf einem Mindeststandard abdeckt.

    Mit der Gründung der Gesamtschule Nippes begann gleichzeitig ein Planungs- und Ausschreibungsverfahren für die Errichtung eines Neubaus im Stadtteil Longerich, auf dm Grundstück einer z.Zt. noch bestehenden Förderschule „Sprache“. Die Mitarbeit des Schulleiters in der Vorbereitung und Begleitung dieses Bauvorhabens ist unerlässlicher Bestandteil seiner Arbeitsaufgaben, der einen nicht unerheblichen Teil der Arbeit in der Schulleitung bindet und parallel zur Konzeptarbeit geleistet werden muss.

    Ein Umzug in das neue Schulgebäude ist für Sommer 2017 geplant. Die gesamte Schulgemeinde hofft, dass dieser Termin eingehalten werden kann, damit die ab 2016 existierende Oberstufe (Jahrgang 11) nicht länger als ein Jahr mit einer provisorischen Versorgung durch Unterrichts- und Fachräume leben und lernen muss.